Der Einstein des Sex
Handlung von "Der Einstein des Sex"
Der Einstein des Sex ist ein deutsches Drama aus dem Jahr 1999 von Regisseur Rosa von Praunheim über das Leben des Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld. Die Hauptrolle des älteren Hirschfeld spielt Friedel von Wangenheim, den jungen Hirschfeld verkörpert Kai Schumann.
Magnus Hirschfeld wurde am 14.05.1868 in Kolberg geboren und widmete sein Leben der Erforschung menschlicher Sexualität sowie dem Kampf gegen die Diskriminierung homosexueller Menschen. Am 15.05.1897 gründete er in Berlin das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee, die weltweit erste Organisation, die sich für die Abschaffung des Paragraphen 175 einsetzte, der sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Der Film zeichnet diesen langen und beschwerlichen Kampf nach, den Hirschfeld trotz massiven gesellschaftlichen Widerstands niemals aufgab.
Im Jahr 1919 eröffnete Hirschfeld das Institut für Sexualwissenschaft in Berlin — die erste Einrichtung dieser Art weltweit. Dort wurden Beratung, Forschung und Aufklärung zu Fragen der Sexualität angeboten. An seiner Seite agieren im Film unter anderen Ben Becker als der Aktivist Adolf Brand und Otto Sander als Professor Steinach. Meret Becker ist in einer der weiteren Rollen zu sehen.
Mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus geriet Hirschfeld in zunehmende Gefahr. Im Mai 1933 wurde sein Institut von nationalsozialistischen Studenten gestürmt und seine umfangreiche Bibliothek verbrannt. Hirschfeld selbst befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Ausland und kehrte nie mehr nach Deutschland zurück.
Das Biopic hatte seine Uraufführung 1999 beim Filmfestival in Locarno, wo es für den Goldenen Leoparden nominiert wurde. Die Deutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat wertvoll.
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Darsteller - Schauspieler von "Der Einstein des Sex"

Thomas Bartholomäus
(geb. 28.05.1971)

Meret Becker
(geb. 15.01.1969)

Ben Becker
(geb. 19.12.1964)

Peter Ehrlich
(geb. 25.03.1933)

Harald Glitz
(geb. 02.10.1945)

Christa Pasemann
(geb. 03.01.1935)

Otto Sander
(geb. 30.06.1941)

Kai Schumann
(geb. 28.07.1976)

Wolfgang Völz
(geb. 16.08.1930)

Gerry Wolff
(geb. 23.06.1920)
