Karola

Herzlich willkommen bei der Filmeule

M – Eine Stadt sucht einen Mörder

Jahr: 1931

Regie: Fritz Lang

Länge: 107 Minuten

Genre: Krimi

Handlung von "M – Eine Stadt sucht einen Mörder"

M – Eine Stadt sucht einen Mörder ist ein Kriminalfilm aus dem Jahr 1931, in dem Peter Lorre den Kindermörder Hans Beckert verkörpert. Regie führte Fritz Lang, das Drehbuch verfasste er gemeinsam mit seiner Frau Thea von Harbou. Der Film zählt zu den frühen deutschen Tonfilmen und gilt als Klassiker der Filmgeschichte.

Die Handlung spielt in einer Großstadt, die erkennbar Berlin meint. Dort verschwinden Kinder, und eines nach dem anderen wird tot aufgefunden. Als die kleine Elsie Beckmann nicht von der Schule heimkehrt, wächst die Angst in der Bevölkerung. Die Presse heizt die Stimmung an, Fahndungsplakate hängen an jeder Wand, und Nachbarn verdächtigen einander. Ein Hinweis ist die Melodie, die der Täter beim Pfeifen immer wieder anstimmt, das Thema In der Halle des Bergkönigs aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg.

Kriminalkommissar Karl Lohmann, gespielt von Otto Wernicke, leitet die Ermittlungen. Er lässt Handschriften untersuchen und sichtet die Akten ehemaliger Patienten von Heilanstalten. Die Razzien der Polizei stören aber auch die Geschäfte der organisierten Kriminalität. Unter der Führung des Schränkers, dargestellt von Gustaf Gründgens, beschließt die Unterwelt deshalb, den Mörder selbst zu finden. Sie bindet ein Netz von Bettlern ein, die die Straßen beobachten. So laufen zwei Verfolgungen nebeneinander her, die sich gegenseitig beschleunigen.

Der Film verzichtet weitgehend auf Musik und setzt den Ton sparsam ein. Lange Phasen der Stille werden von einzelnen Geräuschen unterbrochen, und die Beratungen von Polizisten und Verbrechern sind durch eine parallele Montage verknüpft. Neben der Kriminalhandlung enthält der Film auch satirische Momente sowie eine Auseinandersetzung mit der Frage, wie eine Gesellschaft mit Schwerverbrechern umgehen soll. Zu den weiteren Darstellern gehören Theo Lingen als Bauernfänger, Friedrich Gnaß als Einbrecher Franz und Gerhard Bienert als Kriminalsekretär. In kleineren Rollen sind außerdem Lotte Loebinger und Josef Dahmen zu sehen.

Bei der Vorbereitung des Drehbuchs besuchten Lang und von Harbou Haftanstalten sowie Nervenkliniken, und Lang konnte Akten der Berliner Kriminalpolizei einsehen. Als Anregung dienten mehrere reale Mordserien der 1920er Jahre. Die Figur des Kommissars ist dem Berliner Kriminalbeamten Ernst Gennat nachempfunden. Die Dreharbeiten dauerten sechs Wochen zwischen Januar und März 1931 und fanden vorwiegend in einem Luftschiffhangar in Staaken am Stadtrand von Berlin statt. Uraufgeführt wurde der Film am 11.05.1931 im Ufa-Palast am Zoo, und er kam beim Publikum gut an.

Für Peter Lorre, der zuvor vor allem als Bühnenschauspieler bekannt war, bedeutete die Rolle den Durchbruch, prägte aber auch sein späteres Rollenfach. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde der Film verboten, und Lang und Lorre verließen Deutschland. Der US-Produzent Seymour Nebenzahl, der bereits die Originalfassung produziert hatte, ließ 1951 in den USA eine Neuverfilmung herstellen, bei der Joseph Losey Regie führte. Eine weitere folgte 2019. 1995 wählte der Deutsche Kinematheksverbund den Film zum wichtigsten Werk der deutschen Filmgeschichte, und die Cahiers du cinéma setzten ihn 2008 auf Rang sechs ihrer Liste der besten Filme aller Zeiten.

Demnächst im TV:

Keine aktuellen Sendetermine für den Film "M – Eine Stadt sucht einen Mörder" gefunden.

Darsteller - Schauspieler von "M – Eine Stadt sucht einen Mörder"

(geb. 04.11.1905)

(geb. 08.01.1898)

(geb. 21.08.1903)

(geb. 13.11.1892)

(geb. 10.06.1903)

(geb. 10.10.1905)