Betrogen bis zum jüngsten Tag
Handlung von "Betrogen bis zum jüngsten Tag"
Betrogen bis zum jüngsten Tag ist ein deutscher Kriegsfilm aus dem Jahr 1957 mit den Hauptdarstellern Rudolf Ulrich, Wolfgang Kieling und Hans-Joachim Martens. Regie führte Kurt Jung-Alsen für die DEFA, das Drehbuch schrieb Kurt Bortfeldt. Als Vorlage diente die 1955 erschienene Novelle Kameraden von Franz Fühmann.
Die Handlung beginnt im Juni 1941 bei einer deutschen Truppe nahe der litauischen Grenze. Für ihre Treffsicherheit bekommen drei Schützen Sonderurlaub: Obergefreiter Wagner, Gefreiter Lick und Oberschütze Paulun. Beim Warten auf die Abreise wollen die drei an einem Teich einen Reiher erlegen. Ein verirrter Schuss trifft stattdessen Angelika, die gerade das Lager ihres Vaters, Hauptmann von der Saale, verlassen hat. Aus Angst vor den Folgen vergraben die Männer die Tote heimlich am Ufer.
Besonders Paulun kommt mit dem Geschehen nicht zurecht und gerät seelisch an den Rand des Zusammenbruchs. Lick sucht deshalb Rückhalt bei seinem Vater, einem General der Waffen-SS. Während die Wehrmacht kurz darauf die Sowjetunion überfällt, wächst die Last der Lüge. Schließlich droht Paulun die Wahrheit auszusprechen, und Lick setzt alles daran, dies zu verhindern. Wie sich der Konflikt der drei Kameraden entwickelt, zeigt der Film erst am Ende.
Angelika wird von Renate Küster gespielt, Hauptmann von der Saale von Walther Suessenguth. Peter Kiwitt übernahm die Rolle des SS-Generals Lick. Weitere Rollen spielten unter anderem Hermann Dieckhoff und Helga Raumer. Die Stimme Adolf Hitlers sprach Fritz Diez.
Gedreht wurde 1956. Die Uraufführung fand am 07.03.1957 im Berliner Kino Babylon statt, im Fernsehen der DDR lief der Film erstmals am 23.04.1957 auf dem DFF 1. Der Film verzichtet weitgehend auf Agitation, setzt Dialoge sparsam ein und kommt bis auf einige gesungene Marschlieder ohne Musik aus.
Die DDR reichte den Film 1957 für den Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes ein, es war die erste DEFA-Produktion mit dieser Bewerbung. Nach Protesten der Bundesrepublik, die auf ihrem Alleinvertretungsanspruch beharrte, lief er nur im Rahmenprogramm. Der Film wurde anschließend in elf Länder verkauft, in der Bundesrepublik dagegen verbot ein Ministerienausschuss 1957 die gewerbliche Auswertung.
Demnächst im TV:
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Darsteller - Schauspieler von "Betrogen bis zum jüngsten Tag"

Erich Brauer
(geb. 12.09.1914)

Fritz Diez
(geb. 27.02.1901)

Hannes Fischer
(geb. 23.12.1925)

Hans Flössel
(geb. 16.01.1903)

Erich Fritze
(geb. 31.08.1923)

Horst Giese
(geb. 31.01.1926)

Wolfgang Kieling
(geb. 16.03.1924)

Peter Kiwitt
(geb. 04.12.1904)

Horst Kube
(geb. 19.09.1920)

Renate Küster
(geb. 12.09.1936)

Wolfgang Lippert
(geb. 27.10.1924)

Hans-Joachim Martens
(geb. 28.02.1925)

Helga Raumer
(geb. 29.09.1924)

Werner Senftleben
(geb. 16.02.1925)

Ernst Steiner
(geb. 23.04.1928)

Kurt Ulrich
(geb. 27.08.1926)

Rudolf Ulrich
(geb. 03.01.1922)

Walter Wickenhauser
(geb. 29.03.1929)