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Das verurteilte Dorf

Jahr: 1952

Regie: Martin Hellberg

Länge: 107 Minuten

Genre: Drama

Handlung von "Das verurteilte Dorf"

Das verurteilte Dorf ist ein deutsches Drama der DEFA aus dem Jahr 1952 unter der Regie von Martin Hellberg. In den Hauptrollen spielen Günther Simon als Heimkehrer Heinz Weimann und Helga Göring als Käthe Vollmer. Der Film gilt als ausgesprochener Propagandafilm der frühen DDR und entstand im Klima des Kalten Krieges.

Heinz Weimann kehrt nach Jahren in sowjetischer Kriegsgefangenschaft in sein bayerisches Heimatdorf Bärenweiler zurück. Er will wieder seine Felder bestellen und trifft dort auf Käthe, seine frühere Geliebte, die den Landwirt Fritz Vollmer geheiratet hat. Während des Erntefests erfährt der Bürgermeister, gespielt von Albert Garbe, dass die amerikanischen Militärbehörden das Dorf räumen lassen wollen. An seiner Stelle soll ein Militärflugplatz entstehen.

Die Bewohner suchen Hilfe bei der Landesregierung und bei der Kirche, doch weder der Dorfpfarrer, den Eduard von Winterstein verkörpert, noch der Bischof können etwas bewirken. Daraufhin organisiert Heinz gemeinsam mit den Nachbarn Protestaktionen. Die Polizei geht gewaltsam dagegen vor, und Heinz muss selbst ins Gefängnis. Fritz wendet sich ab, weil er im Widerstand kommunistische Umtriebe vermutet. Unterstützung erhält das Dorf aus anderen Teilen des Landes, während die Besatzungsmacht ihre Pläne weiterverfolgt.

Das Drehbuch schrieben Jeanne Stern und Kurt Stern, nachdem sie in der Zeitung von einem ähnlichen Vorfall im fränkischen Hammelburg gelesen hatten. Der zunächst vorgesehene Regisseur Falk Harnack lehnte die Vorlage ab. Auch weitere Kollegen sagten ab, sodass Martin Hellberg übernahm, der zuvor Generalintendant der Staatstheater Dresden gewesen war und noch keinen Film gedreht hatte. Er überarbeitete Teile des Buches und machte den Ton deutlich pathetischer. Gedreht wurde in Babelsberg, die Außenaufnahmen entstanden in der Mark Brandenburg. Weitere Rollen übernahmen unter anderem Marga Legal als Witwe Rühling und Wolf Kaiser als amerikanischen Oberst.

Die Uraufführung fand am 15.02.1952 gleichzeitig im Berliner Kino Babylon und im Filmtheater Kastanienallee statt. Mit rund 3,7 Millionen Zuschauern zählt der Film zu den erfolgreichsten der DEFA. Die DDR-Presse lobte ihn als vorbildlich, westliche Kritiker sahen darin dagegen Agitation.

Der Film erhielt 1952 den Friedenspreis des Filmfestivals Karlovy Vary. Ein Jahr später erhielten der Regisseur und das Autorenpaar den Internationalen Weltfriedenspreis des Weltfriedensrates (1953). Den Nationalpreis der DDR I. Klasse bekamen zudem Albert Garbe, Eduard von Winterstein, der Kameramann Karl Plintzner und die Beteiligten am Buch.

Demnächst im TV:

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Darsteller - Schauspieler von "Das verurteilte Dorf"

(geb. 08.06.1931)

(geb. 01.11.1899)

Reimar-J. Baur

(geb. 23.01.1928)

(geb. 09.11.1904)

(geb. 23.03.1900)

(geb. 20.05.1907)

(geb. 05.09.1891)

(geb. 25.05.1904)

(geb. 13.11.1892)

(geb. 24.09.1900)

(geb. 14.01.1922)

Paul R. Henker

(geb. 21.02.1898)

Wolf Kaiser

(geb. 26.10.1916)

(geb. 18.02.1908)

(geb. 26.02.1905)

(geb. 18.07.1910)

(geb. 05.10.1930)

(geb. 26.04.1898)

(geb. 04.07.1921)

(geb. 21.02.1893)

Günther Simon

(geb. 11.05.1925)

(geb. 12.06.1909)

(geb. 16.06.1906)

(geb. 13.11.1901)

(geb. 06.12.1899)

(geb. 04.09.1902)

(geb. 01.08.1871)

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Thomas Müntzer

Thomas Müntzer

(1956, Historienfilm)