Liebelei
Handlung von "Liebelei"
Liebelei ist ein deutsches Drama aus dem Jahr 1933 unter der Regie von Max Ophüls. Es beruht auf dem gleichnamigen Schauspiel von Arthur Schnitzler. In den Hauptrollen spielen Magda Schneider und Wolfgang Liebeneiner, daneben stehen Paul Hörbiger, Willy Eichberger und Luise Ullrich vor der Kamera. Gustaf Gründgens und Olga Tschechowa verkörpern das Ehepaar Eggersdorf.
Das Drehbuch schrieben Hans Wilhelm, Curt Alexander und Max Ophüls gemeinsam. Die Handlung spielt im Wien der Kaiserzeit. Fritz Lobheimer, ein junger Leutnant, unterhält eine heimliche Affäre mit der verheirateten Baronin Eggersdorf. Nach einem Opernabend begegnet er Christine Weyring, der Tochter eines Kammermusikers, und die beiden verlieben sich ineinander. Auch Mizzi Schlager und Fritz’ Kamerad Theo Kaiser begleiten das Paar durch die ersten glücklichen Wochen.
Doch die frühere Beziehung lässt sich nicht einfach abstreifen. Der Baron entdeckt Hinweise auf die Untreue seiner Frau und fordert den Leutnant nach den Regeln des Standes zum Duell. Theo versucht noch, bei den Vorgesetzten Gehör zu finden, doch der strenge Ehrenkodex der Offiziersgesellschaft lässt wenig Spielraum. Wie die Geschichte für Fritz und Christine ausgeht, soll hier offen bleiben.
Die Dreharbeiten fanden vom 29.12.1932 bis Januar 1933 im Berliner Atelier in Johannisthal statt. Einige Außenaufnahmen entstanden auf einem Reitplatz in Berlin und bei einer Schlittenfahrt in Schreiberhau. Produziert wurde der Film von Christoph Mülleneisen junior für die Elite Tonfilm-Produktion, die Musik komponierte Theo Mackeben, die Kamera führte Franz Planer. In weiteren Rollen sind unter anderem Werner Pledath als Oberst Placzek, Werner Finck als Cellist Binder sowie Paul Otto als Major Leopold von Eggersdorf zu sehen.
Ophüls besetzte die Hauptrollen entgegen dem Willen der Produktionsfirma überwiegend mit Darstellern, die noch wenig Filmerfahrung hatten. Für Wolfgang Liebeneiner, Willy Eichberger, Magda Schneider sowie Luise Ullrich bildete der Film den Beginn einer langen Laufbahn. Nur Gustaf Gründgens war nach seinem Auftritt in M – Eine Stadt sucht einen Mörder bereits ein etablierter Kinostar.
Die Uraufführung fand am 24.02.1933 in Wien statt, die deutsche Erstaufführung folgte am 10.03.1933 in Leipzig. Ebenfalls 1933 inszenierte Ophüls eine Version für den französischen Markt, die Une histoire d’amour heißt. Der Film galt als sein wichtigstes Werk vor der Emigration nach Frankreich. Die Nationalsozialisten verboten die Aufführung, und auch die alliierten Militärbehörden untersagten ihn nach 1945 zunächst.
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M – Eine Stadt sucht einen Mörder
(1931, Krimi)