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Der Stellvertreter

Jahr: 2002

Regie: Constantin Costa-Gavras

Länge: 125 Minuten

Genre: Drama

Handlung von "Der Stellvertreter"

Der Stellvertreter ist ein deutsch-französisch-rumänisches Filmdrama aus dem Jahr 2002 mit den Hauptdarstellern Ulrich Tukur, Mathieu Kassovitz und Ulrich Mühe. Regie führte Constantin Costa-Gavras, das Drehbuch schrieb Jean-Claude Grumberg. Vorlage ist das gleichnamige Theaterstück von Rolf Hochhuth aus dem Jahr 1963. International läuft der Film unter dem Titel Amen. Seine Weltpremiere feierte er am 14.02.2002 im Wettbewerb der Berlinale.

Im Mittelpunkt steht Kurt Gerstein, gespielt von Ulrich Tukur. Er arbeitet als Hygienefachmann bei der SS und kennt sich mit Desinfektionsmitteln aus. Als sich sein Aufgabengebiet zur Beschaffung und Anwendung von Giftgas für die Massentötung von Juden verschiebt, wird ihm das Ausmaß der Verbrechen bewusst. Erschüttert versucht er, die Außenwelt zu informieren.

Gerstein wendet sich an Diplomaten und an Vertreter der evangelischen wie der katholischen Kirche, um öffentlichen Protest anzustoßen. Fast überall stößt er auf Misstrauen, Angst oder Zurückhaltung. Nur der junge Priester Riccardo Fontana, gespielt von Mathieu Kassovitz, schenkt ihm Glauben. Fontana stammt aus einer einflussreichen römischen Familie und hat Zugang zu hohen Kreisen des Vatikans. Er will Papst Pius XII., verkörpert von Marcel Iureș, zu einem öffentlichen Wort gegen die Judenverfolgung bewegen.

Eine weitere Figur ist ein SS-Arzt, den Ulrich Mühe spielt. Er entwickelt zu Gerstein ein zwiespältiges Verhältnis. Zwischen den Szenen zeigt der Film immer wieder Eisenbahnzüge, die Menschen in die Lager bringen. So macht er deutlich, dass die Deportationen weitergehen, während Politiker und Geistliche zögern.

Zur Besetzung gehören außerdem Friedrich von Thun als Gersteins Vater, Hanns Zischler, Sebastian Koch, Monica Bleibtreu und Michael Mendl.

Der Film kritisiert das Schweigen der katholischen Kirche zum Holocaust. Ob der Vatikan sich damals tatsächlich so verhalten hat, wie der Film es darstellt, ist unter Historikern umstritten. Die Kritik lobte die Besetzung, bemängelte aber teils die konventionelle Inszenierung. Bei den César-Verleihungen 2003 gewann der Film den Preis für das beste Drehbuch und erhielt sechs weitere Nominierungen. Den Prix Lumières gab es als besten Film. Ulrich Tukur war 2002 für den Europäischen Filmpreis als bester Darsteller nominiert.

Demnächst im TV:

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Darsteller - Schauspieler von "Der Stellvertreter"

Monica Bleibtreu

(geb. 04.05.1944)

Bernd Fischerauer

(geb. 11.03.1943)

(geb. 01.05.1953)

(geb. 14.07.1951)

Günther Maria Halmer

(geb. 05.01.1943)

Markus Hering

(geb. 26.04.1960)

(geb. 20.05.1956)

Sebastian Koch

(geb. 31.05.1962)

Matthias Koeberlin

(geb. 28.03.1974)

Susanne Lothar

(geb. 15.11.1960)

(geb. 28.08.1929)

Michael Mendl

(geb. 20.04.1944)

Ulrich Mühe

(geb. 20.06.1953)

Nina Proll

(geb. 12.01.1974)

Robinson Reichel

(geb. 16.05.1966)

(geb. 30.11.1974)

Ulrich Tukur

(geb. 29.07.1957)

Justus von Dohnányi

(geb. 02.12.1960)

Friedrich von Thun

(geb. 30.06.1942)

(geb. 07.01.1956)

Hanns Zischler

(geb. 18.06.1947)