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1914, die letzten Tage vor dem Weltbrand

Jahr: 1931

Regie: Richard Oswald

Länge: 111 Minuten

Genre: Historienfilm

Handlung von "1914, die letzten Tage vor dem Weltbrand"

1914, die letzten Tage vor dem Weltbrand ist ein deutscher Historienfilm aus dem Jahr 1931 von Richard Oswald mit Albert Bassermann, Reinhold Schünzel und Alfred Abel in den Hauptrollen. Der Film schildert die diplomatischen und militärischen Entscheidungen der 39 Tage zwischen dem Attentat von Sarajevo und dem Beginn des Ersten Weltkriegs.

Die Vorlage lieferte eine 1928 veröffentlichte Darstellung des Historikers Eugen Fischer-Baling über die 39 Tage vor Kriegsbeginn. Das Drehbuch schrieben Heinz Goldberg und Fritz Wendhausen. Oswald produzierte den Film selbst, die Kamera führte Mutz Greenbaum.

Die Handlung beginnt am 28.06.1914 mit der Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand durch den serbischen Attentäter Gavrilo Princip, den Carl Balhaus verkörpert. In Bad Ischl berät der österreichische Kronrat über die Antwort. Der Außenminister Leopold Berchtold und der Generalstabschef Franz Conrad von Hötzendorf fordern eine Strafaktion gegen Serbien, während Kaiser Franz Joseph I. vor einem Krieg zurückschreckt. Das Deutsche Reich sichert Wien unter Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg seine Unterstützung zu.

Berchtold formuliert daraufhin eine Note mit harten Bedingungen und einer Frist von 24 Stunden. Der serbische König Peter I. wäre bereit, sie anzunehmen. Ministerpräsident Paschitsch und Kronprinz Alexander raten jedoch zur Ablehnung und bitten den russischen Zaren Nikolaus II. um Beistand. Der Zar scheut den Krieg, doch Großfürst Nikolai Nikolajewitsch und die russische Generalität bedrängen ihn, die Mobilmachung zu befehlen.

Nach der österreichischen und der russischen Mobilmachung geraten die Ereignisse außer Kontrolle. Frankreich und England schließen sich an. Als in Paris der Kriegsgegner Jean Jaurès einem Attentat zum Opfer fällt, ist auch der letzte Ausweg verbaut.

Gedreht wurde ab Oktober 1930 bis in den frühen Dezember hinein, und zwar in Neubabelsberg bei Berlin. Nach Einwänden des Auswärtigen Amtes wurde am 06.01.1931 eine erklärende Einleitung von Fischer-Baling nachgedreht. Die Uraufführung fand am 20.01.1931 im Berliner Tauentzien-Palast statt. Am 03.03.1931 lief der Film im Reichstag.

Zur Besetzung zählen außerdem Eugen Klöpfer als Kaiser Franz Joseph I., Heinrich George als Jean Jaurès, Oskar Homolka als russischer Außenminister Sergei Sasonow und Lucie Höflich als Zarin Alexandra. Die Erlöse der Uraufführung gingen an die Witwe des am 20.12.1930 gestorbenen Schauspielers Hans Peppler.

Demnächst im TV:

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Darsteller - Schauspieler von "1914, die letzten Tage vor dem Weltbrand"

(geb. 04.11.1905)