Ludwig – Requiem für einen jungfräulichen König
Handlung von "Ludwig – Requiem für einen jungfräulichen König"
Ludwig – Requiem für einen jungfräulichen König ist ein deutscher Historienfilm aus dem Jahr 1972 von Hans-Jürgen Syberberg. Harry Baer spielt die Titelrolle des bayerischen Königs Ludwig II., in weiteren Rollen sind Monica Bleibtreu als Elisabet Ney, Günther Kaufmann als Graf Holnstein und Gert Haucke als Baron Freyschlag zu sehen. Ingrid Caven tritt als Lola Montez auf.
Der Film besteht aus zwei Teilen: Der Fluch und Ich war einmal. Er zeichnet das Leben des Märchenkönigs in stark stilisierten Kulissen nach, die an Jahrmarktsbilder und Opernbühnen erinnern. Die Musik stammt von Richard Wagner, dessen Werk den König prägte.
Zu Beginn verflucht Lola Montez als Norne den jungen Ludwig: Mit ihm werde das Königreich Bayern untergehen. Der Thronfolger wendet sich von der Politik ab und widmet sich der Kunst, dem Bau von Schlössern und der Verehrung Wagners. Mit der Wirklichkeit und dem Volk verliert er zunehmend den Kontakt.
Gegen den preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck kann sich der Monarch nicht behaupten. Nach der Reichsgründung 1871 büßt Bayern an Gewicht ein. Ludwigs Eigenheiten nehmen zu, und seine Minister und Verwandten wollen ihn nicht länger gewähren lassen. Parallel blendet der Film Szenen aus der späteren deutschen Geschichte ein, in denen unter anderem Adolf Hitler und Ernst Röhm auftauchen.
Gedreht wurde in nur elf Tagen mit einem Budget von etwa 300.000 DM. Die Premiere fand am 23.06.1972 gleichzeitig im Kino in München und im ZDF statt. Der Film erhielt zwei Filmbänder in Gold, darunter eines für das beste Drehbuch. Er eröffnet Syberbergs Deutschland-Trilogie, die mit Karl May (1974) und Hitler, ein Film aus Deutschland (1977) fortgesetzt wurde.
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