Martha
Handlung von "Martha"
Martha ist ein deutscher Fernsehfilm von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1974 mit Karlheinz Böhm und Margit Carstensen in den Hauptrollen. Der Film ist ein Psychodrama über eine Ehe, in der Zuneigung und Quälerei untrennbar ineinandergreifen. Den Dreh unterstützte der Westdeutsche Rundfunk finanziell. Margit Carstensen spielt Martha, Karlheinz Böhm den Helmut Salomon.
Die Bibliothekarin Martha Heyer reist gemeinsam mit ihrem Vater nach Rom. Dort stirbt der Vater unerwartet auf der Spanischen Treppe. Im Hof der deutschen Botschaft fällt ihr ein fremder Mann auf, der Ingenieur Helmut Salomon. Wenig später sieht sie ihn auf einer Hochzeitsfeier in Deutschland wieder.
Beide heiraten kurz darauf. Schon während der Hochzeitsreise zeigt Helmut, dass er seine Frau nach eigenen Vorstellungen formen will. Er zieht mit ihr in eine abgelegene Villa, kündigt ohne ihr Wissen ihre Stelle und bestimmt, was sie hört und liest. Immer häufiger fügt er ihr Schmerzen zu, die sie als Zeichen seiner Liebe deutet.
Martha isoliert sich zunehmend von der Außenwelt. Ihr Kollege Kaiser, gespielt von Peter Chatel, warnt sie vor ihrem Mann und stößt zunächst auf Ablehnung. Als Helmut ihr verbietet, das Haus zu verlassen, steigert sich ihre Angst bis zur Panik.
Der Film beruht auf der Kurzgeschichte „For the Rest of Her Life“ des Krimiautors Cornell Woolrich. Die Kamera führte Michael Ballhaus, der auch in einer kleinen Rolle zu sehen ist. In weiteren Rollen treten unter anderem Günter Lamprecht, Wolfgang Schenck, Barbara Valentin, Ingrid Caven und Adrian Hoven auf.
Aus rechtlichen Gründen lief der Film zwanzig Jahre lang nicht im Kino. Die Kinopremiere in einer restaurierten Fassung war am 17.11.1994.
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