Nichts als die Wahrheit
Handlung von "Nichts als die Wahrheit"
Nichts als die Wahrheit ist ein deutscher Thriller aus dem Jahr 1999 mit den Hauptdarstellern Kai Wiesinger und Götz George. Regie führte Roland Suso Richter, als Vorlage diente das gleichnamige Buch, das Beate Veldtrup gemeinsam mit Johannes Betz verfasste. Der Film ist eine deutsch-amerikanische Koproduktion.
Die Geschichte erfindet ein Gedankenspiel: Der KZ-Arzt Josef Mengele ist nicht gestorben, sondern lebt als alter Mann im Verborgenen. Er will sich in Deutschland vor Gericht seinen Taten im Vernichtungslager Auschwitz stellen und seine Sicht darauf darlegen.
Der junge Anwalt Peter Rohm (Kai Wiesinger) kennt sich wie kaum ein anderer mit Mengele aus. Seit Langem plant er ein Buch über ihn, doch es fehlt ihm der Zugang zu dem Mann hinter den Verbrechen. Ein unbekannter Verleger lässt ihn nach Argentinien bringen, wo er dem schwer kranken Mengele (Götz George) gegenübersteht. Rohm soll ihn bei dem geplanten Verfahren verteidigen.
Nach einigem Zögern übernimmt er das Mandat, auch weil ihn der Einblick in diesen Fall reizt. Seine Frau Rebekka Rohm (Karoline Eichhorn) und seine Kollegen lehnen die Entscheidung ab. Nach der Ankunft in Deutschland wird Mengele verhaftet und angeklagt. Der Prozess beschäftigt Öffentlichkeit und Medien, Rohm und seine Familie erleben Anfeindungen.
Im Gerichtssaal sagen Überlebende von Auschwitz aus. Mengele bestreitet die Vorgänge nicht, beruft sich aber auf die medizinischen und ethischen Maßstäbe seiner Zeit. Zugleich gewinnt er mit seinem Auftreten Einfluss auf sein Umfeld. Rohm erfährt außerdem, dass seine eigene Familie mit den damaligen Ereignissen verbunden ist, und muss sich vor dem Schlussplädoyer entscheiden, wie er seine Rolle als Verteidiger ausfüllt.
Zum Ensemble gehören außerdem Doris Schade als Hilde Rohm, Bastian Trost als Felix Hillmann, Peter Rühring als Dr. Füglein, Michaela Rosen als Gunda Friedrichs, Hans Peter Hallwachs als Medizinsachverständiger und Stephan Schwartz als Daniel Ginsberg.
Die Handlung ist frei erfunden. Der historische Mengele starb am 07.02.1979 in Bertioga in Brasilien, 1985 wurde sein Grab entdeckt und 1992 die Identität des Toten durch einen DNA-Test bestätigt. Im Film erwähnt die Titelfigur selbst, ein Verwandter sei damals ertrunken. Götz George wirkte auch als Co-Produzent mit und half bei der Finanzierung.
Der Film erhielt Preise bei mehreren Festivals, darunter in Brüssel die Silberne Iris für Götz George als besten Schauspieler und einen Regiepreis beim Filmfestival in Aubagne. In Deutschland stieß er auf Kritik, weil viele die Legitimität eines solchen Szenarios anzweifelten.
Demnächst im TV:
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Darsteller - Schauspieler von "Nichts als die Wahrheit"

Detlef Bothe
(geb. 24.07.1965)

Traugott Buhre
(geb. 21.06.1929)

Karoline Eichhorn
(geb. 09.11.1965)

Götz George
(geb. 23.07.1938)

Hans Peter Hallwachs
(geb. 10.07.1938)

Frank Röth
(geb. 07.07.1959)

Peter Rühring
(geb. 10.07.1942)

Doris Schade
(geb. 21.05.1924)

Stephan Schwartz
(geb. 18.10.1951)

Heinz Trixner
(geb. 21.06.1941)

Bastian Trost
(geb. 29.03.1974)

Kai Wiesinger
(geb. 16.04.1966)