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Ehe im Schatten

Jahr: 1947

Regie: Kurt Maetzig

Länge: 104 Minuten

Genre: Drama

Handlung von "Ehe im Schatten"

Ehe im Schatten ist ein deutsches Filmdrama aus dem Jahr 1947 von Kurt Maetzig mit den Hauptdarstellern Paul Klinger und Ilse Steppat. Produziert wurde es im Studio für Spielfilme der DEFA und gehört zu den frühen Nachkriegsfilmen, die sich mit der Verfolgung jüdischer Menschen im Nationalsozialismus befassen.

Der Schauspieler Hans Wieland heiratet seine jüdische Kollegin Elisabeth und weigert sich auch unter dem Druck der Nationalsozialisten, sich von ihr zu trennen. Das Paar rechnet anfangs damit, dass sich die Lage in Grenzen hält. Doch während Hans weiter spielen darf, wird Elisabeth mit einem Berufsverbot belegt und im Krieg zu schwerer körperlicher Arbeit in einem Rüstungsbetrieb verpflichtet.

Als Elisabeth bei einer Premiere auffällt, stellen die Behörden Hans vor die Wahl: Entweder lässt er sich scheiden, oder er wird an die Front geschickt, und seiner Frau droht die Verschleppung. Für ihn zählt die Menschenwürde mehr als der Beruf.

Erzählt wird ein wahrer Fall: Das reale Vorbild waren die Schauspieler Joachim Gottschalk und Meta Wolff. Das Drehbuch geht auf eine Novelle zurück, die Hans Schweikart unter dem Titel Es wird schon nicht so schlimm verfasst hatte. Maetzig widmete den Film auch seiner Mutter, die 1944 als Jüdin aus dem Leben schied. Die Musik schrieb Wolfgang Zeller, die Kamera führten Friedl Behn-Grund und Eugen Klagemann. Weitere Rollen übernahmen unter anderem Alfred Balthoff, Claus Holm, Willy Prager und Hans Leibelt.

Am 3. Oktober 1947 lief der Film als einziger DEFA-Film gleichzeitig in allen vier Sektoren Berlins an. Das Publikum nahm den Film auch im Westen sehr gut an. Mehr als zwölf Millionen Besucher machten ihn zum erfolgreichsten deutschen Film der ersten Nachkriegsjahre. 1948 lief er bei den Filmfestspielen in Venedig. Einen Bambi erhielt er 1948 als bester deutscher Nachkriegsfilm; abgestimmt hatten Publikum, Kritiker und Kinobesitzer. Maetzig und Behn-Grund erhielten zudem den Nationalpreis der DDR zweiter Klasse.

Zum Eklat kam es bei der Hamburger Premiere, denn unter den Gästen saßen Veit Harlan und Kristina Söderbaum, was viele Besucher als Provokation empfanden. Der Produzent Walter Koppel, der selbst fünf Jahre im Konzentrationslager verbracht hatte, verwies das Ehepaar gemeinsam mit dem Kinobetreiber des Saals. Bertolt Brecht soll den Film als Kitsch abgetan haben, und auch Maetzig rückte später von der gefühlsbetonten Spielweise seiner Hauptdarsteller ab.

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Darsteller - Schauspieler von "Ehe im Schatten"

(geb. 30.11.1917)