Bremer Freiheit
Handlung von "Bremer Freiheit"
Bremer Freiheit ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 1972 mit Margit Carstensen in der Hauptrolle sowie Wolfgang Schenck und Wolfgang Kieling. Der Untertitel lautet Frau Geesche Gottfried - Ein bürgerliches Trauerspiel. Regie führten Rainer Werner Fassbinder und sein Kameramann Dietrich Lohmann, das Drehbuch stammt von Fassbinder.
Die Vorlage ist Fassbinders gleichnamiges Bühnenstück von 1971, das am Schauspielhaus Bremen uraufgeführt wurde. Es greift den Fall der Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried auf, die im 19. Jahrhundert in ihrer Stadt als fromme und angesehene Bürgerin galt. Fassbinder nennt seine Hauptfigur Geesche.
Im Mittelpunkt steht die Frage, was diese Frau zu ihren Taten treibt. Geesche will selbstbestimmt denken, leben und lieben, stößt damit aber auf Unverständnis. Ihr erster Mann, Miltenberger (Ulli Lommel), behandelt sie wie eine Leibeigene. Später übernimmt Gottfried, gespielt von Schenck, die Geschäfte ihrer Sattlerei, doch auch diese Beziehung bringt ihr keine Anerkennung. Nach und nach geraten Menschen aus ihrem Umfeld in Gefahr: ihre Mutter, ihr Vater Timm (Kieling), ihr Bruder Johann (Fritz Schediwy), der Verehrer Zimmermann (Kurt Raab) und ihre Freundin Luisa (die von Hanna Schygulla verkörpert wird). Die Mutter spielt Lilo Pempeit, die Mutter des Regisseurs. Fassbinder selbst tritt als Freund Rumpf auf, ohne im Abspann genannt zu werden. Den Pastor gibt Walter Sedlmayr.
Der Film zeigt die Taten ritualisiert, dagegen bleiben ihre Folgen weitgehend ausgespart. Fassbinder versteht das Stück als Kritik an einer von Männern geprägten Gesellschaft, in der Frauen für ihre Selbstbehauptung nur beschränkte und fragwürdige Mittel bleiben. Die Besetzung bestand aus Mitgliedern des antiteaters; übernommen wurden Spielelemente, die Fassbinder zuvor mit dem Ensemble des Bremer Schauspielhauses entwickelt hatte. Gearbeitet wurde mit elektronischer Kamera und Bluescreen-Technik.
Produziert hat den Film Telefilm Saar im Auftrag des Saarländischen Rundfunks. Die Dreharbeiten dauerten neun Tage im September 1972. Die Erstausstrahlung war am 27.12.1972 bei Südwest 3. Fassbinder setzte in ähnlicher Weise das Motiv der Selbstbehauptung durch Gewalt auch in Whity (1971) um.
Demnächst im TV:
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Darsteller - Schauspieler von "Bremer Freiheit"

Wolfgang Kieling
(geb. 16.03.1924)

Wolfgang Schenck
(geb. 22.11.1934)

Hanna Schygulla
(geb. 25.12.1943)

Walter Sedlmayr
(geb. 06.01.1926)
Relevante Filme zu "Bremer Freiheit"

Whity
(1971, Western)