Das Wunder des Malachias
Handlung von "Das Wunder des Malachias"
Das Wunder des Malachias ist eine deutsche Komödie in Schwarz-Weiß aus dem Jahr 1961. Regie führte Bernhard Wicki, der gemeinsam mit Heinz Pauck auch das Drehbuch verfasste. Die Titelfigur Pater Malachias spielt Horst Bollmann, an seiner Seite stehen Richard Münch, Christiane Nielsen und Günter Pfitzmann. Grundlage ist der Roman Father Malachy’s Miracle von Bruce Marshall.
In einer Industriestadt steht neben einer Kirche die Eden-Bar, ein Vergnügungslokal. Pater Malachias, ein zurückgezogen lebender Mönch, sieht darin einen Ort der Sünde und bittet Gott, die Bar zu entfernen. Sein Gebet wird erhört: Das Gebäude samt Gästen und Personal steht plötzlich auf einer Nordseeinsel. Das Wunder erregt bald immer mehr Aufmerksamkeit, Vertreter aus Politik und Wissenschaft liefern Erklärungsversuche, ohne dass eine überzeugt. Die Kirche steht dem Wunder kritisch gegenüber, denn sie fürchtet einen Kontrollverlust in Glaubensfragen.
Gläubige aus aller Welt pilgern zum früheren Standort der Bar, und rundherum entsteht nach und nach ein Jahrmarkt. Mancher Bürger der Stadt nutzt die Gelegenheit und verkauft angebliches Wunderwasser, Gebäck oder Modelle der Eden-Bar, Werbeleute übernehmen die Vermarktung des Wunders, und die Medien schlachten es aus. Pater Malachias ist dem Andrang um seine Person nicht gewachsen: Reporter bestürmen ihn mit Interviewwünschen, die Kirche wird von Wundergläubigen belagert, die auf einen Segen hoffen, und bald bereut er seine Bitte. Satirisch zielt der Film auf den Wunderglauben, auf die Geschäftemacherei und auf die Werbewirtschaft des Wirtschaftswunders.
In weiteren Rollen sind unter anderem Brigitte Grothum, Karin Hübner, Pinkas Braun, Günter Strack und Senta Berger zu sehen. Kleinere Auftritte haben Walter Buschhoff, Friedrich Schütter, Heinz Lieven, Hans Helmut Dickow und Ellen Umlauf. Als kauziger Professor tritt Loriot auf.
Gedreht wurde vom 10.10.1960 bis Ende Januar 1961. Als Studios dienten Ateliers in Berlin-Tempelhof und in Göttingen, Außenaufnahmen entstanden unter anderem in Kiel, Hamburg, Bremerhaven, auf Sylt und in Düsseldorf. Eine besondere Rolle spielte Gelsenkirchen, wo viele Einwohner als Statisten mitwirkten; das Casino auf der Nordseeinsel entstand im gerade erst eröffneten Musiktheater im Revier. Die Uraufführung fand am 03.07.1961 in Berlin statt. An den Erfolg von Wickis Die Brücke (1959) konnte der Film bei Weitem nicht anknüpfen.
Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin erhielt Bernhard Wicki den Silbernen Bären für die beste Regie (1961). Richard Münch wurde mit der Goldenen Muschel des Preises der deutschen Filmkritik (1961) und dem Deutschen Filmpreis in Gold (1962) als Darsteller geehrt. Der Film selbst erhielt einen Bambi (1961) sowie den Deutschen Filmpreis in Silber als bester Film (1962).
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Darsteller - Schauspieler von "Das Wunder des Malachias"

Senta Berger
(geb. 13.05.1941)

Horst Bollmann
(geb. 11.02.1925)

Pinkas Braun
(geb. 07.01.1923)

Walter Buschhoff
(geb. 08.07.1923)

Hans Helmut Dickow
(geb. 14.04.1927)

Brigitte Grothum
(geb. 26.02.1935)

Karin Hübner
(geb. 16.09.1936)

Heinz Lieven
(geb. 18.04.1928)

Günter Pfitzmann
(geb. 08.04.1924)

Friedrich Schütter
(geb. 04.01.1921)

Günter Strack
(geb. 04.06.1929)

Ellen Umlauf
(geb. 17.08.1925)
Relevante Filme zu "Das Wunder des Malachias"

Die Brücke
(1959, Kriegsfilm)