Veronika Nowag-Jones
Biografie von Veronika Nowag-Jones
Veronika Nowag-Jones, auch Veronika Nowag Jones, Veronika Nowag und Veronica Nowag-Jones, ist eine deutsche Schauspielerin und Theaterregisseurin. Sie wurde 1946 in Leipzig geboren und trägt von Geburt an den Familiennamen Nowag.
Ihre Laufbahn begann in Leipzig, wo sie zwischen 1962 und 1966 Schauspiel lernte. Danach stand sie auf den Bühnen in Weimar (Nationaltheater, 1968 bis 1970), Nordhausen und Meiningen (1972 bis 1974). In der DDR hielt es sie nicht: Zwei Fluchtversuche scheiterten, und sie kam wegen Republikflucht in Haft. 1974 zog sie schließlich nach West-Berlin und fing dort neu an.
Im Westen gehörte sie von 1976 bis 1979 zum Theaterlabor, das George Tabori am Stadttheater Bremen leitete. Zu Beginn der 1980er Jahre wechselte sie nach New York und trat bis 1982 mit der freien Gruppe New York Street Theatre Caravan auf. Ihre erste eigene Regiearbeit, Homeless women (1980), entstand zusammen mit obdachlosen Frauen und lief unter anderem beim Theaterfestival Wien. Am Theatre Center in Philadelphia arbeitete sie von 1984 bis 1987 in drei Funktionen: als Darstellerin, Regisseurin und Leiterin des künstlerischen Programms. Gastspiele führten sie nach Caracas und in mehrere US-Städte, in Atlanta und Knoxville brachte sie Werke von Tabori, Sam Shepard und griechische Tragödien auf die Bühne. Seit 1989 spielte sie wieder in Berlin, etwa am Theater am Kurfürstendamm, am Theater unterm Dach, an der Baracke des Deutschen Theaters und 2015 am ACUD-Theater.
Vor der Kamera war sie bereits in den 1970er Jahren aktiv, die frühesten Auftritte hatte sie bei der DEFA, so in Für die Liebe noch zu mager? (1974). Zu den Kinoregisseuren, mit denen sie später zusammenarbeitete, zählen Bernhard Stephan, Marco Kreuzpaintner, Veit Helmer, Sylke Enders und Marcus O. Rosenmüller. In seinem Film Wunderkinder (2011) war sie eine jüdische Oma, in Märzmelodie (2008) die Filmmutter von Alexandra Neldel. Im Mittelpunkt stand sie 1985 in Kein schöner Land, einer Politsatire nach einer Vorlage von Elke Heidenreich unter der Regie von Klaus Emmerich, in der sie die Frau eines Bundestagskandidaten verkörperte.
Meist besetzte man sie später in kleineren Rollen, als Mutter, Tante, Großmutter, Hebamme, Stationsschwester, Sprechstundenhilfe, Nachbarin oder Zeugin. Im Fernsehen sah man sie in Sag mal Aah!, Der Fahnder, SOKO Leipzig (2005), SOKO Wismar (2008 und 2012) sowie Klinik am Alex (2005). In der 18. Staffel von In aller Freundschaft übernahm sie 2015 eine größere Gastrolle: Sie spielte eine Patientin mit Alkoholproblem, die mit der Figur von Uta Schorn befreundet ist. Ebenfalls zu sehen war sie in den Fernsehfilmen Die Kirschenkönigin, Woran dein Herz hängt und Plötzlich Millionär. Auch im Ausland war sie gefragt: im Zweiteiler Anne Frank (2001) und in der amerikanischen Serie Public Morals (2015).
Privat verband sie ab 1989 das Leben in Berlin mit dem Jazzmusiker Sirone, der 2009 starb. Eine Weile lebte sie abwechselnd in New York und Berlin; heute ist Berlin ihr Zuhause. Seit 1992 gibt sie Unterricht am Institut für Schauspiel, Film- und Fernsehberufe (ISFF) und hat das Schauspielstudio Acting for the Camera gegründet.
Demnächst im TV:
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Filmografie - Filme mit Veronika Nowag-Jones

Charly
(2020, Spielfilm)

Lotte Jäger und die Tote im Dorf
(2018, Fernsehfilm)

Der Froschkönig
(2018, Märchenfilm)

Der Prag-Krimi
(2017, Krimi)

Fucking Berlin
(2016, Drama)

Anderst schön
(2015, Tragikomödie)

Kleine Schiffe
(2012, Komödie)

Wunderkinder
(2011, Drama)

Woran dein Herz hängt
(2008, Komödie)

Plötzlich Millionär
(2007, Fernsehfilm)

Die Kirschenkönigin
(2004, Melodram)

Sag mal Aah!
(1991, Fernsehserie)

Für die Liebe noch zu mager?
(1973, Jugendfilm)

Ein Fall von Liebe (Serie)
(2014-2016, Fernsehserie)

Klinik am Alex
(2008-2012, Fernsehserie)

Unschuldig
(2007-2008, Krimi)

SOKO Wismar
(2004-heute, Krimi)

SOKO Leipzig
(2001-heute, Krimi)

Abschnitt 40
(2001-2006, Fernsehserie)

In aller Freundschaft
(1998-heute, Fernsehserie)

Ein starkes Team
(1994-heute, Krimi)

Doppelter Einsatz
(1994-2007, Krimi)

Im Namen des Gesetzes
(1994-2007, Krimi)

Die Wache
(1994-2006, Krimi)

Wolffs Revier
(1992-2012, Krimi)

Achterbahn
(1992-2002, Fernsehserie)

Der Fahnder
(1984-2005, Krimi)
Relevante Schauspieler zu Veronika Nowag-Jones

Alexandra Neldel
(geb. 11.02.1976)

Uta Schorn
(geb. 13.01.1947)