Ruzica Hajdari
Biografie von Ruzica Hajdari
Ruzica Hajdari ist eine deutsche Schauspielerin mit bosnischen und serbokroatischen Wurzeln. Sie wurde am 22.03.1971 in Leverkusen geboren und wuchs dort zweisprachig auf. Von 1994 bis 1998 absolvierte sie ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.
Nach ihrem Studium war sie in zahlreichen deutschen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Zu ihren frühen Arbeiten gehört der Film Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen (2009) von Regisseurin Margarethe von Trotta, in dem sie die Nonne Adelgard spielte. Im Fernsehfilm Toter Winkel (2017) übernahm sie die Rolle der Dafina Krasniqi.
Einem breiteren Publikum bekannt wurde sie durch die ARD-Produktion Gladbeck (2018), das zweiteilige Dokudrama über die Geiselnahme von 1988. Für diese Produktion wurde sie gemeinsam mit dem Ensemble mit dem Deutschen Schauspielpreis (2018) in der Kategorie Bestes Ensemble ausgezeichnet. In der RTL-Serie Sankt Maik war sie als Erzieherin zu sehen.
Ab 2019 folgten weitere Filmprojekte: Im Spielfilm Oray (2019), der auf der Berlinale uraufgeführt und mit dem Preis für den besten Erstlingsfilm ausgezeichnet wurde, spielte sie die Mutter von Ebu Bekir. 2021 wirkte sie im Drama Je suis Karl von Regisseur Christian Schwochow mit, in dem sie die Rolle der Franziska Behring verkörperte. Zuletzt erhielt sie internationale Festivalauszeichnungen: Beim Clermont-Ferrand Festival 2024 wurde sie für ihre Leistung in Kafana na Balkanu ausgezeichnet, beim BuSho-Festival 2025 gewann sie den Preis für die beste Darstellung in dieser Produktion.
Ruzica Hajdari lebt in Köln.
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