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Edith Schultze-Westrum

Geburtsdatum: 30.12.1904

Geburtsort: Mainz-Kastel

Todesdatum: 20.03.1981

Todesort: München

Biografie von Edith Schultze-Westrum

Edith Schultze-Westrum war eine deutsche Schauspielerin sowie Hörspiel- und Synchronsprecherin. Sie wurde am 30.12.1904 in Mainz-Kastel geboren und war das jüngste von drei Geschwistern.

Aufgewachsen ist sie in Ulm, Berlin und Greifswald, wo sie das Lyzeum besuchte. Ihr Vater, ein Offizier, fiel bereits 1914. Drei Jahre später durfte sie offiziell einen Doppelnamen aus den Familiennamen beider Eltern tragen. Nach dem Schulabschluss zog sie nach München, arbeitete dort zunächst als Laborantin und nahm nebenher Schauspielunterricht.

1926 spielte sie erstmals auf einer Münchner Studentenbühne. Ab 1927 gehörte sie zum Ensemble der Münchner Kammerspiele unter Otto Falckenberg, wo sie anfangs fast nur Zofen verkörperte. Wegen regimekritischer Äußerungen und ihres Einsatzes für jüdische Freunde verhängte man 1935 ein mehrmonatiges Auftrittsverbot gegen sie. Anschließend holte Falckenberg sie an ein Münchner Staatstheater. Nach dem Krieg tourte sie, sprach Synchronrollen und führte selbst Regie, bevor sie ab 1948 als freie Schauspielerin arbeitete. Zu ihren bekanntesten Bühnenrollen zählten Stücke von Gerhart Hauptmann: Sie gab die Mutter Wolffen im Biberpelz und die Selma Knobbe in den Ratten.

Vor Kriegsende war sie nur in dem Film Kiki (1932) zu sehen. Ihre Nachkriegskarriere im Kino begann 1948 mit Die Zeit mit Dir. Häufig besetzte man sie als Mutter, so in Die Brücke (1959) von Bernhard Wicki, für den sie 1960 das Bundesfilmband in Gold als beste Nebendarstellerin erhielt. 1961 folgte die Rolle der Mutter Lauretz in Via Mala.

Im Fernsehen übernahm sie 1962 in Jeder stirbt für sich allein die weibliche Hauptrolle der Anna Quangel. In Das Haus in der Karpfengasse gehörte sie zu den Hauptdarstellern, in der Serie Tournee spielte sie die Tante Anna. Außerdem hatte sie Gastauftritte in Der Kommissar, Derrick und Der Alte.

Auch als Hörspielsprecherin war sie gefragt. 1967 sprach sie die Titelrolle in Brechts Die Gewehre der Frau Carrar. Als Synchronsprecherin lieh sie unter anderem Dolores del Río und Aline MacMahon ihre Stimme.

Mitte der 1950er Jahre kaufte sie ein Haus in Pullach. Ihr Ehemann war von 1940 bis 1945 der Filmproduzent Toni Schelkopf. Sie hatte die Tochter Regine und den Sohn Thomas Schultze-Westrum, der später als Zoologe und Tierfilmer arbeitete. Bei ihrer Beisetzung hielt Heinz Rühmann die Grabrede, der wie sie zuvor bei Falckenberg engagiert gewesen war.

Edith Schultze-Westrum starb am 20.03.1981 im Alter von 76 Jahren in München.

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Filmografie - Filme mit Edith Schultze-Westrum

Jauche und Levkojen

(1978, Fernsehserie)

Dr. med. Hiob Prätorius

(1965, Komödie)

(1959, Kriegsfilm)

Der Alte

(1976-heute, Krimi)

Derrick

(1974-1998, Fernsehserie)

Der Kommissar

(1968-1975, Krimi)

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