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Dieter Borsche

Geburtsdatum: 25.10.1909

Geburtsort: Hannover

Todesdatum: 05.08.1982

Todesort: Nürnberg

Biografie von Dieter Borsche

Dieter Borsche war ein deutscher Schauspieler, der am Theater, im Kino und im Fernsehen arbeitete und später auch als Sprecher von Hörspielen und Lesungen tätig war. Er wurde am 25.10.1909 in Hannover geboren und wuchs in einer Künstlerfamilie auf: Der Vater war Kapellmeister, die Mutter Oratoriensängerin.

Das Gymnasium verließ Borsche ohne Abschluss, weil er Tänzer werden wollte. Er gehörte von 1930 bis 1935 als Balletttänzer zum Ensemble der Städtischen Oper Hannover. Sein erstes Engagement als Schauspieler führte ihn nach Weimar, danach folgten Kiel, Danzig und Breslau.

Nach Krieg und Gefangenschaft arbeitete er zunächst als Schreiner. Auf Vermittlung von Bernhard Minetti kam er 1946 ans Theater Kiel zurück, wo er von 1947 bis 1949 zusätzlich als Oberspielleiter wirkte.

Den Durchbruch im Film brachte ihm das Drama Nachtwache (1949), in dem er den Kaplan von Imhoff spielte. Endgültig zum Star wurde er mit Es kommt ein Tag (1950) unter der Regie von Rudolf Jugert; dort stand er gemeinsam mit Maria Schell vor der Kamera. Danach spielte er oft an der Seite von Ruth Leuwerik, von Maria Schell und von Gisela Uhlen.

In den 1950er Jahren besetzte man Borsche meist als aufrechten, anständigen Charakter, etwa als Prinzen in Königliche Hoheit (1953) oder als Arzt in Dr. Holl (1951). Eine Ausnahme bildete Fanfaren der Liebe (1951) über einen Musiker in Frauenkleidern.

Zu Beginn der 1960er Jahre wandte er sich von diesem Rollenbild ab und übernahm bevorzugt Schurken, so in Die toten Augen von London (1961) und Das Halstuch (1962). In der Karl-May-Verfilmung Der Schut (1964) spielte er den Briten Sir David Lindsay, den er auch in Im Reiche des silbernen Löwen (1965) verkörperte. Im Fernsehen übernahm er Gastrollen in Der Kommissar, Pater Brown, Graf Yoster gibt sich die Ehre und Goldene Zeiten - Bittere Zeiten.

Auf der Bühne verkörperte er 1963 am Berliner Haus der Freien Volksbühne den Papst Pius XII. in Rolf Hochhuths Stück Der Stellvertreter. Seine letzte Deutschland-Tournee absolvierte er 1978 mit Barbara Rütting im Stück Geliebter Lügner.

Schon in den 1930er Jahren zeigten sich erste Anzeichen von Muskelschwund. In den 1970er Jahren zog er sich deshalb aus Film und Fernsehen zurück und arbeitete vor allem fürs Radio, stand aber bis Anfang der 1980er Jahre noch auf der Bühne.

Für seine Leistungen erhielt Borsche den Bambi (1951, 1952) als publikumsstärkster Filmstar des Jahres, das Filmband in Gold (1974) und das Bundesverdienstkreuz am Bande (1979).

Borsche war dreimal verheiratet. Aus der ersten Ehe mit der Bühnenbildnerin Ursula Poser gingen drei Söhne hervor, darunter der Kameramann Kai Borsche. 1970 heiratete er in dritter Ehe die Schauspielerin Ulla Willick; das Paar lebte in Nürnberg.

Dieter Borsche starb am 05.08.1982 im Alter von 72 Jahren in Nürnberg.

Demnächst im TV:

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Filmografie - Filme mit Dieter Borsche

Im Reiche des silbernen Löwen

(1965, Abenteuerfilm)

Der Schut

(1964, Abenteuerfilm)

(1953, Liebesfilm)

Goldene Zeiten - Bittere Zeiten

(1981-1985, Fernsehserie)

Der Kommissar

(1968-1975, Krimi)

Pater Brown

(1966-1972, Fernsehserie)

Relevante Schauspieler zu Dieter Borsche

Bernhard Minetti

Bernhard Minetti

(geb. 26.01.1905)

Barbara Rütting

Barbara Rütting

(geb. 21.11.1927)

Maria Schell

(geb. 15.01.1926)

Gisela Uhlen

Gisela Uhlen

(geb. 16.05.1919)