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Hans Jaray

Geburtsdatum: 24.06.1906

Geburtsort: Wien

Todesdatum: 06.01.1990

Todesort: Wien

Biografie von Hans Jaray

Hans Jaray, geboren als Johann Alexander Jaray, war ein österreichischer Schauspieler, Regisseur und Autor. Er kam am 24.06.1906 in Wien zur Welt. Sein Vater, der Innenarchitekt Karl Hans Jaray, trennte sich früh von der Mutter. Teile seiner Kindheit verbrachte Hans Jaray deshalb bei seiner Großmutter in Gmunden.

Seine schauspielerische Begabung fiel ihm am Wiener Theresianum erstmals auf. Gegen den Willen des Vaters begann er ein Schauspielstudium in Wien. Zu seinen Studienkollegen zählten Paula Wessely, Käthe Gold und Karl Paryla, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Hans Jaray war außerdem Taufpate von dessen Sohn Michael Paryla.

Noch als Student spielte er am Wiener Volkstheater neben Albert Bassermann seine erste Hauptrolle in Traumulus. Von 1925 bis 1930 gehörte er fest zum Ensemble dieses Hauses und übernahm Rollen des klassischen Repertoires. Ab 1930 stand er unter Max Reinhardt auf der Bühne des Theaters in der Josefstadt, wo auch sein erstes selbst verfasstes Lustspiel Ist Geraldine ein Engel? mit Paula Wessely in der Hauptrolle uraufgeführt.

Große Bekanntheit erlangte Hans Jaray 1933 als Franz Schubert in Leise flehen meine Lieder unter der Regie von Willi Forst. In den folgenden Jahren trat er in weiteren deutschen und österreichischen Filmen auf, darunter Ball im Savoy und Hoheit tanzt Walzer (beide 1935) sowie Der Pfarrer von Kirchfeld (1937).

Als Jude musste er nach dem Anschluss Österreichs mit seiner Lebensgefährtin Lili Darvas das Land verlassen. Das Exil führte ihn über Zürich und Paris nach Amerika, wo er bis 1948 in Hollywood und New York Theater spielte. 1942 half er bei der Gründung des Ensembles The Players from Abroad, einem Zusammenschluss überwiegend emigrierter Bühnenkünstler. Sein Roman One Day Missing erschien 1948 in den USA, die deutsche Ausgabe Es fehlt eine Seite folgte 1949.

1948 kehrte er nach Wien zurück und trat zunächst am Volkstheater auf. Ab 1951 gehörte er wieder zum Haus in der Josefstadt, wo er später ebenfalls inszenierte, ab 1970 wieder zum Volkstheater. Auf der Bühne war er vor allem in Boulevardkomödien zu erleben, daneben entstanden erneut Filme. Von 1954 bis 1964 unterrichtete er am Max-Reinhardt-Seminar und führte es 1960 kurzzeitig als Direktor. 1969 war er in einer Folge der Serie Der Kommissar zu sehen. Zuletzt sah man ihn im Kino 1978 in Billy Wilders Drama Fedora.

Zu seinen Auszeichnungen zählten das Österreichische Ehrenkreuz I. Klasse (1964), die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien (1973), das Große Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich (1976) und der Wiener Ehrenring (1981). Zudem erhielt er den Titel Kammerschauspieler. 1986 ernannte ihn das Theater in der Josefstadt zum Ehrenmitglied.

Mit der Schauspielerin Paula Wessely war er zeitweise privat liiert. Seine Erinnerungen Was ich kaum erträumen konnte… erschienen 1990 nach seinem Tod.

Hans Jaray starb am 06.01.1990 im Alter von 83 Jahren in Wien.

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Filmografie - Filme mit Hans Jaray

Der Kommissar

(1968-1975, Krimi)

Relevante Schauspieler zu Hans Jaray

Karl Paryla

Karl Paryla

(geb. 12.08.1905)