Fritz Rasp
Biografie von Fritz Rasp
Fritz Rasp war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher. Er wurde am 13.05.1891 in Bayreuth geboren und wuchs dort als dreizehntes Kind eines Bezirksgeometers auf. Zu seinem Namen gehörte auch der Vorname Heinrich.
Nach der Schule nahm Rasp in München Schauspielunterricht und stand ab 1909 am dortigen Schauspielhaus auf der Bühne. Danach spielte er in Swinemünde, Tilsit, Detmold und Bromberg. In dieser Zeit entstand die lebenslange Freundschaft mit Werner Krauß. Im Mai 1914 holte ihn Max Reinhardt mit einem Fünfjahresvertrag ans Deutsche Theater in Berlin. Von 1916 bis 1918 leistete Rasp Militärdienst und kehrte anschließend zu den Berliner Bühnen zurück.
Schon während des Ersten Weltkriegs drehte Rasp erste Filmrollen, unter anderem für Ernst Lubitsch. Seine eigentliche Filmlaufbahn begann 1922. Wegen seiner hageren Gestalt besetzte man ihn fast immer als Intriganten, Verräter oder Ganoven. In Fritz Langs Metropolis spielte er den Mann mit dem Namen Der Schmale. Neben Louise Brooks stand er 1929 in Tagebuch einer Verlorenen vor der Kamera, und unter der Regie von Georg Wilhelm Pabst verkörperte er in Die Liebe der Jeanne Ney einen Spitzel.
Im Jahr 1931 folgten gleich zwei Rollen, die ihm bis heute zugeschrieben werden. In Die Dreigroschenoper spielte er den Bettlerkönig Peachum, und in der ersten Verfilmung von Erich Kästners Emil und die Detektive gab er den Dieb Grundeis. Es schlossen sich frühe Edgar-Wallace-Filme wie Der Zinker und Der Hexer an. Auch in Nanu, Sie kennen Korff noch nicht? (1938) spielte er mit, an der Seite von Heinz Rühmann.
Bereits 1946 stand Rasp wieder vor der Kamera, zunächst für die DEFA. In Irgendwo in Berlin spielte er den Schwarzhändler Waldemar. Ab 1951 arbeitete er an westdeutschen Bühnen, darunter am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Als 1959 die westdeutsche Wallace-Reihe begann, war er in Der Frosch mit der Maske als Verleger Ezra Maitland dabei. Es folgten Der rote Kreis und Die Bande des Schreckens (beide 1960).
Weitere späte Arbeiten waren Dr. med. Hiob Prätorius (1965), eine Folge von Der Kommissar und 1971 die Tatort-Folge Frankfurter Gold. Zuletzt drehte er die Komödie Lina Braake. Daneben sprach Rasp für den Rundfunk viele Hörspiele, vor allem für den Bayerischen Rundfunk. Für sein Lebenswerk im deutschen Film zeichnete man ihn 1963 mit dem Filmband in Gold aus.
Seine erste Frau war Eva Hollaender, Tochter des Dramaturgen Felix Hollaender. Danach heiratete er Charlotte Petermann. Seine Tochter Renate Rasp wurde Schriftstellerin.
Fritz Rasp starb am 30.11.1976 im Alter von 85 Jahren in Gräfelfing.
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Filmografie - Filme mit Fritz Rasp

Dr. med. Hiob Prätorius
(1965, Komödie)

Der rote Kreis
(1960, Krimi)

Die Bande des Schreckens
(1960, Krimi)

Der Frosch mit der Maske
(1959, Krimi)

Irgendwo in Berlin
(1946, Kinderfilm)

Die Dreigroschenoper
(1931, Spielfilm)

Tatort
(1969-1989, Krimi)

Der Kommissar
(1968-1975, Krimi)
Relevante Schauspieler zu Fritz Rasp

Werner Krauß
(geb. 23.06.1884)

Heinz Rühmann
(geb. 07.03.1902)