Dorothea Moritz
Biografie von Dorothea Moritz
Dorothea Moritz, verheiratete Holloway, war eine deutsche Schauspielerin, Hörspielsprecherin und Journalistin. Sie kam am 08.06.1932 in Weißenfels zur Welt.
Ihre Ausbildung an der Staatlichen Schauspielschule Hamburg beendete sie 1954 mit einem Diplom. Anschließend stand Dorothea Moritz auf den Bühnen mehrerer deutscher Städte, unter anderem am Deutschen Schauspielhaus, und arbeitete dort in Inszenierungen von Hans Schweikart, Fritz Kortner und Gustaf Gründgens. Zum Jahreswechsel 1997/1998 gehörte sie im Berliner Postfuhramt zur Besetzung von Dankbare Frauen nach einem Text von Margret Kreidl. Mit auf der Bühne standen Hildegard Schroedter sowie Karin Bremer.
Als Hörspielsprecherin war sie vor allem während der Fünfziger- und Sechzigerjahre gefragt, meist beim Nordwestdeutschen und beim Norddeutschen Rundfunk. Sie wirkte mehrfach in der Reihe Die Jagd nach dem Täter mit und sprach in Produktionen nach Vorlagen von Günter Eich.
Seit 1959 übernahm Dorothea Moritz regelmäßig Aufgaben vor der Kamera. Jürgen Roland holte sie in drei Folgen der Krimireihe Stahlnetz. Gastrollen folgten bei Polizeifunk ruft, bei Ein Fall für Titus Bunge, bei Hamburg Transit und in PS - Geschichten ums Auto an. Zwischen 1975 und 2001 war sie in vier Folgen von Tatort zu sehen. Später wirkte sie außerdem in der Folge Fehlurteil aus Im Namen des Gesetzes mit.
Im Kino war sie unter anderem in Gruppenbild mit Dame (1977) von Aleksandar Petrović sowie in Eine Liebe in Deutschland (1983) von Andrzej Wajda zu sehen. Für Fredi M. Murer verkörperte sie die Mutter in Höhenfeuer (1985). Als Schwester der Titelfigur trat sie in Der Willi-Busch-Report (1979) und in Deutschfieber (1992) auf, beide von Niklaus Schilling. Hinzu kamen Ein Kapitel für sich (1979), Motivsuche (1990), Aimée & Jaguar (1999) und Der Tunnel (2001).
Ab den frühen 1970er Jahren schrieb Dorothea Moritz auch als Journalistin und Filmkritikerin. Ihr Interesse galt dem Kino Osteuropas und der Verständigung zwischen Deutschen und Polen. Beim Filmfestival im tschechischen Karlsbad begegnete sie dem Filmhistoriker Ron Holloway, den sie später heiratete; die Ehe dauerte bis zu dessen Tod im Jahr 2009. Ab 1976 lebte das Paar in Berlin, wo sie 19 Jahre lang der Auswahlkommission des Kinderfilmfestes der Berlinale angehörte. Ab 1977 gaben beide die englischsprachige Zeitschrift Kino German Film heraus, die bis 2015 erschien. Bei der kirchlichen Filmorganisation Interfilm engagierte sie sich ebenfalls und gründete 1985 mit dem Festivalleiter Albrecht Stuby die Interfilm-Jury beim Filmfestival Max Ophüls Preis. Seit 1998 las sie in Kirchen aus Werken verschiedener Autoren, darunter im Berliner Dom.
Gemeinsam mit Ron Holloway wurde sie 2002 mit dem Freedom Award der American Foundation sowie 2007 mit der Berlinale Kamera geehrt. Seit 2004 waren beide Ehrenmitglieder von Interfilm.
Dorothea Moritz starb am 03.02.2017 im Alter von 84 Jahren in Berlin.
Demnächst im TV:
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Filmografie - Filme mit Dorothea Moritz

Der Tunnel
(2001, Drama)

Aimée & Jaguar
(1999, Drama)

Deutschfieber
(1992, Spielfilm)

Motivsuche
(1990, Drama)

Ein Kapitel für sich
(1979, Fernsehfilm)

Gruppenbild mit Dame
(1977, Drama)

Im Namen des Gesetzes
(1994-2007, Krimi)

Tatort
(1990-heute, Krimi)

PS - Geschichten ums Auto
(1975-1979, Fernsehserie)

Tatort
(1969-1989, Krimi)

Polizeifunk ruft
(1966-1970, Fernsehserie)

Stahlnetz
(1958-1968, 1999-2003, Krimi)
Relevante Schauspieler zu Dorothea Moritz

Hildegard Schroedter
(geb. 20.05.1958)