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Will Quadflieg

Geburtsdatum: 15.09.1914

Geburtsort: Oberhausen

Todesdatum: 27.11.2003

Todesort: Osterholz-Scharmbeck

Biografie von Will Quadflieg

Will Quadflieg, bürgerlich Friedrich Wilhelm Quadflieg, war ein deutscher Schauspieler, zugleich Hörspielsprecher, Rezitator und Theaterregisseur. Er kam am 15.09.1914 in Oberhausen als Sohn eines Inspektors zur Welt. Sein Sohn Christian Quadflieg wurde ebenfalls Schauspieler.

Den ersten Schauspielunterricht erhielt er privat, noch als Schüler. 1933 legte er das Abitur ab und fing als Eleve am Theater in Oberhausen an. Es folgten Gießen, Gera, Düsseldorf und Heidelberg, bis er 1936 nach Berlin kam. Dort spielte er an der Volksbühne und am Schiller-Theater, wo er unter anderem unter Heinrich George auf der Bühne stand. Zum Kriegsdienst wurde er nicht eingezogen, weil sein Arbeitgeber ihn als unabkömmlich einstufte.

Sein Filmdebüt hatte er Ende der 1930er Jahre in der Komödie Der Maulkorb. In den 1940er Jahren folgten Rollen in Filmen wie Kora Terry und Philharmoniker. Seine Mitarbeit an zwei Propagandafilmen bedauerte er später; nach dem Krieg setzte er sich öffentlich selbstkritisch mit dieser Zeit auseinander.

Ab 1947 war er am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg engagiert und trat zudem in Zürich und bei den Salzburger Festspielen auf. Dort verkörperte er von 1952 bis 1959 die Titelfigur in Jedermann. Zwischen 1956 und 1962 stand er in Hamburg unter der Leitung von Gustaf Gründgens. In der Kinoadaption von Goethes Faust (1960) spielte er die Titelrolle, womit er auch im Ausland bekannt wurde. Im Film Lola Montez (1955) von Max Ophüls trat er als Komponist Franz Liszt auf.

Das politisierte Regietheater lehnte er ab; ab den 1960er Jahren stand er seltener auf der Bühne. Erst Mitte der 1970er Jahre spielte er wieder regelmäßig, vor allem in Inszenierungen von Rudolf Noelte. Am Thalia Theater in Hamburg trat er ab 1983 wiederholt auf. Im Fernsehen sah man ihn in Gastrollen der Reihen Der Kommissar und Derrick. Große Beachtung fand er in Dieter Wedels Mehrteiler Der große Bellheim (1993).

Seit den 1960er Jahren las er für die Deutsche Grammophon Gedichte und Romane ein. Damit gehörte er zu den Pionieren des Hörbuchs; mit seiner ausdrucksstarken Sprechweise machte er sich zudem als Rezitator einen Namen.

Zu seinen Auszeichnungen zählen der Albin-Skoda-Ring (1973), der Deutsche Sprachpreis (1987), der Adolf-Grimme-Preis mit Gold (1994) für Der große Bellheim, die Goldene Kamera (1993) und der Bambi für das Lebenswerk (1995). Das Große Bundesverdienstkreuz (1976) gab er 1986 aus Protest gegen die Novellierung des Tierschutzgesetzes zurück.

Seine erste Ehe mit Benita von Vegesack dauerte von 1940 bis 1963 und brachte fünf Kinder hervor. Danach heiratete er die Schauspielerin Margarete Jacobs. Zuletzt lebte er in Heilshorn in Niedersachsen.

Will Quadflieg starb am 27.11.2003 im Alter von 89 Jahren in Osterholz-Scharmbeck.

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Filmografie - Filme mit Will Quadflieg

Der große Bellheim

(1993, Drama)

(1955, Historienfilm)

Derrick

(1974-1998, Fernsehserie)

Der Kommissar

(1968-1975, Krimi)

Relevante Schauspieler zu Will Quadflieg

Christian Quadflieg

Christian Quadflieg

(geb. 11.04.1945)