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Hanns Anselm Perten

Geburtsdatum: 12.08.1917

Geburtsort: Schleusenau bei Bromberg

Todesdatum: 29.11.1985

Todesort: Rostock

Biografie von Hanns Anselm Perten

Hanns Anselm Perten, geboren als Johannes Franz Piotrowski, war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant. Er kam am 12.08.1917 in Schleusenau bei Bromberg als Sohn des Gastwirts Franz Simon Piotrowski und dessen Frau Helene zur Welt. 1919 zog die Familie nach Hamburg, wo der Vater eine Gaststätte betrieb. Perten besuchte dort ein katholisches Gymnasium und begann anschließend eine Lehre als Schriftsetzer, ehe er Abendkurse an der Hamburger Kunstgewerbeschule sowie Vorlesungen an der Universität Hamburg belegte.

Nach Reichsarbeitsdienst und Kriegsdienst, während dessen er im Polenfeldzug verwundet wurde, änderte er 1940 seinen Namen von Piotrowski in Perten. 1941 heiratete er Henny Wilke. Im April 1944 erhielt er von der Reichstheaterkammer die Zulassung als Schauspieler und trat sein erstes Engagement am Theater in Neustrelitz an. 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im August desselben Jahres entlassen wurde.

Nach Kriegsende war Perten zunächst an der Komödie in Altona engagiert, ab Februar 1946 am Hamburger Volkstheater. Ende 1946 zog er nach Boizenburg an der Elbe. In Schwerin leitete er ein Puppentheater und ein Kabarett, ehe er 1947 künstlerischer Leiter des Landessenders Schwerin wurde. Er gehörte zu den Mitbegründern der Maxim-Gorki-Bühne und war anschließend vier Jahre lang Intendant in Wismar.

1952 übernahm Perten die Intendanz des Volkstheaters Rostock, die er bis zu seinem Tod 1985 innehatte. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Haus zu einem der bedeutenden Reisetheater der DDR, das auch im westlichen Ausland gastierte. Er inszenierte dort unter anderem Werke von William Shakespeare, Peter Weiss und Rolf Hochhuth. Von 1970 bis 1972 war er zudem Generalintendant des Deutschen Theaters Berlin. Als Schöpfer der Störtebeker-Festspiele in Ralswiek auf Rügen inszenierte er dort 1959 die Ballade Klaus Störtebeker von Kurt Barthel.

Als Filmschauspieler wirkte Perten unter anderem 1954 in der DEFA-Produktion Kein Hüsung und 1955 in Ernst Thälmann - Führer seiner Klasse mit. 1960 folgte eine Rolle in Was wäre, wenn… ?, 1963 in Jetzt und in der Stunde meines Todes sowie in Die Hochzeit von Länneken. 1965 spielte er in der DEFA-Komödie Wenn du groß bist, lieber Adam mit, die wegen eines Verbots vor der Fertigstellung erst 1990 ihre Premiere hatte. Es folgten Rollen in Das siebente Jahr (1969) und im fünfteiligen Fernsehfilm Ich - Axel Cäsar Springer (1968 bis 1970).

Auch als Fernsehregisseur war Perten tätig, unter anderem bei Terra Incognita (1965), in dem Siegfried Kellermann aus dem Ensemble des Volkstheaters Rostock eine Rolle übernahm, sowie bei weiteren Produktionen des Fernsehens der DDR bis in die 1980er Jahre.

Für seine künstlerische Arbeit wurde Perten mehrfach ausgezeichnet: 1975 mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber, 1977 mit dem Titel Held der Arbeit, 1980 mit dem Nationalpreis der DDR I. Klasse für Kunst und Literatur sowie 1982 mit dem Conrad-Ekhof-Ring.

Aus seiner 1941 geschlossenen ersten Ehe mit Henny Wilke ging im Oktober 1942 der Sohn Hanns-Rainer hervor. Seine zweite Ehe mit Christine van Santen dauerte von 1954 bis 1984.

Die genauen Umstände seines Todes blieben lange ungeklärt, spätere Untersuchungen stützten die These eines Suizids. Hanns Anselm Perten starb am 29.11.1985 im Alter von 68 Jahren in Rostock.

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